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Wie kommt man zu den Schmetterlingen ?

Bei den Betreibern der Schmetterlingsparks hat die Begeisterung für diese überaus interessante Tierart während des Biologiestudiums der Frau Hain in Hamburg begonnen. Eine letztsemestrige Exkursion mit der Universität nach Pevesdorf an der Elbe, bei der das Bestimmen von Insekten das Thema war, gab den Ausschlag. Pevestorf liegt in einer von der Elbe gebildeten Schleife, hat nur einen Zugang über eine schlecht ausgebaute Straße und auf der anderen Seite der Elbe befand sich die “Zonengrenze”. Diese besondere Lage hatte auf der einen Seite nahezu alle Menschen aus diesem Dorf vertrieben, andererseits aber ein Refugium für die Tiere und hier besonders für die Insekten geschaffen.

Die für “Stadtmenschen“ unglaubliche Vielfalt der Insekten auf engstem Raume und der zufällige Fund von Eiern und Raupen eines bis dahin von ihr noch nie gesehenen Schmetterlings, des heimischen Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) gaben die Initialzündung für ein lebenslanges Hobby, das nun seit ca. 15 Jahren zum Beruf geworden ist.

Den Partner anstecken war nicht allzu schwer. Die Exkursion wurde privat nur ein Wochenende später wiederholt und der  Ehemann, der sein Architekturstudium in Berlin bereits abgeschlossen hatte, konnte sich der Faszination dieser fliegenden Diamanten ebenfalls nicht entziehen. Einige weitere Funde von Eiern gaben dann den Ausschlag mit einer gemeinsamen Zucht zu beginnen. Von diesem Zeitpunkt an wurde die ohnehin  recht kleine Studentenwohnung durch ständig neue Mitbewohner immer lebendiger. Auf dem Flur reihten sich die selbstgebastelten Zuchtkästen und des Nachts war das Kauen der Raupen nicht mehr zu überhören. Gelegentlich suchte sich eine Raupe schon einmal  recht eigenwillig  einen Platz zum Verpuppen. Ein Beispiel : eine Raupe des heimischen Gabelschwanz hatte sich auf der Rückseite eines Bildes eine Vertiefung in den hölzernen Rahmen genagt und dort in aller Ruhe und Abgeschiedenheit ihren Kokon gebaut und sich verpuppt. Im Frühjahr sass  dann eines Morgens der geschlüpfte Schmetterling an dem nämlichen Bild.

Besonders interessant wurde es, nachdem ein Kommilitone, den die Jobsuche nach Asien verschlagen hatte in Kenntnis des ausgefallenen Hobbys, Eier des Atlas-Seidenspinners schickte. Die Futterpflanzen der Raupen dieses größten aller Schmetterlinge war bekannt, allerdings standen die einzigen Pflanzen in Hamburg in Parks oder parkähnlichen Anlagen. Bei Einbruch der Dunkelheit wurden regelmäßige Ausflüge zur Nahrungsbeschaffung in eben diese Parks unternommen.

Die Ausmaße dieses Hobbys nahmen Formen an, die in der kleinen Wohnung zu nicht mehr erträglichen Zuständen führte. Es wurde ein Grundstück außerhalb Hamburgs gesucht, welches zusätzlich zum Wohnhaus auch die Möglichkeiten für ein Gewächshaus für die Schmetterlinge bot. Das Grundstück wurde gefunden und das Vorhaben realisiert. Nach wenigen Jahren entstand das nächste Problem, Platz und Möglichkeiten genug, nur der Beruf verschlang die meiste Zeit. Folgerichtig war der nächste Schritt die Umwandlung des Hobbys in einen Beruf. Erstes Ergebnis war der Schmetterlingspark in Buchholz Nordheide. 1992 wurde auf Anregung des stellvertretenden Stadtdirektors der Stadt Uslar ein zweiter Schmetterlingspark am Ortsrand von Uslar gegenüber eines Hallenbades geplant, errichtet und 1993 in Betrieb genommen.

Weitere Erfahrungen wurden durch die Schmetterlingshäuser auf  Landesgartenschauen 1995 in Grevenbroich und 2002 in Großenhain, in den Ausstellungen „Insekten, die heimlichen Herrscher“ in Hildesheim, Berlin, Frankfurt und Bonn und ähnlichen Veranstaltungen gesammelt.

1997 wurde mit einer Partnerin eine Zuchtstation in Peru gegründet, in der seitdem ein großer Teil der Schmetterlinge die in den alaris Schmetterlingshäusern fliegen, gezüchtet werden.

1998 wurden die mit den bestehenden Schmetterlingsparks gemachten Erfahrungen weitergegeben. Für ein Ehepaar aus Lutherstadt Wittenberg, von Beruf Opernsänger, haben wir den dritten alaris Schmetterlingspark gebaut, der im August 1998 eröffnet worden ist.

1999 wurde wiederum mit einem Partner auf der philippinischen Insel Mindoro eine weitere Zuchststation gegründet, die den asiatischen Anteil unserer Schmetterlinge abdeckt.

2003 kam der bisher letzte Schmetterlingspark, der alaris Schmetterlingspark in Sassnitz auf Rügen hinzu.

In 2000 wurde ein Vertrag mit dem Expo-Projekt „Regenwaldhaus Hannover“ über die Beratung und Belieferung mit Schmetterlingen aus unserer Zucht geschlossen. Dem folgte eine ähnliche Vereinbarung mit der “Biosphäre” in Potsdam.

Die neuesten Projekte sind der Aufbau einer Zuchtstation in Zui Hai im Süden der Volksrepublik China und möglicherweise der Bau eines Schmetterlingsparks in Shang Hai.

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Eintrittspreise:

Erwachsene

Ermäßigt

Kinder

 

7,50 €

5,00

4,00 €